PAÑCATANTRA (SYRISCHE VERSION)

    Alexander Zeugin

    PAÑCATANTRA [23 von 324]

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    Geschichte oder DAS (UNTERSUCHUNGS)-TOR des Löwen und des Stieres [22 von 90]

     

    Als nun Damnag merkte, dass ihn der Löwe lobte, sagte er:

    „Wer in der Nähe eines Mächtigen ist, der muss seinen Eifer durch die Tat zeigen, der Mächtige aber muss von dessen Betragen und Dienst und Brauchbarkeit Kenntniss nehmen; denn auch Weizen und Gerste können, solange sie noch in der Erde verborgen sind, nicht voneinander unterschieden weiden; wenn aber später das Getreide aufsprosst und aus der Erde hervorkommt, so stellt sich heraus, ob es Weizen oder Gerste ist. Ebenso muss sich auch der, welcher an der Pforte der Mächtigen verweilt, unter seinen Gefährten durch Eifer auszeichnen; der Mächtige aber muss ihn verwenden gemäss seinem vorzüglichen Eifer. Man sagt, dass diese beiden Dinge, Kopfschmuck und Fussschmuck, auf die einem jeden von ihnen zukommende Weise angelegt werden sollen, obgleich ich meinen Schmuck anlegen kann wie ich will. Denn denjenigen sehe ich als einen Toren an, der seinen Kopfschmuck an die Füsse hängt und seinen Fussschmuck an den Kopf. Ebenso, wenn jemand Hyazinth-Steine und Perlen [in Zinn einfasst, so werden die Hyazinthen und Perlen zwar] gelobt, aber derjenige, welcher sie in Zinn gefasst hat, wird getadelt. Auch sagt man, dass man mit einem, der rechts und links nicht voneinander unterscheiden kann, nicht verkehren solle. Denn richtiges Zusammenwirken eines Kriegers mit seinem Rosse, Waffentüchtigkeit, Deutung und Verständniss der Lehre werden nur durch den erkannt, welcher diese Eigenschaften selbst besitzt. 

     

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